Der Scheiterhaufen

März 2020, eigentlich ist es noch ganz schön kühl, zu kühl um trotz des strahlenden Sonnenscheins irgendwo draußen zu sitzen, es sei denn, man findet ein windgeschütztes Plätzchen, dann lässt es sich aushalten, dann ist es angenehm warm. Ich habe mir ein solches Plätzchen gesucht. Im Garten, hinter dem Haus ist eine Treppe, die zur Verandatüre führt und an beiden Seiten von Sträuchern so bewachsen ist, dass das bisschen Wind, das noch ums Haus herum weht, fast völlig abgefangen wird. Ich habe mir eine alte Liegestuhlauflage auf die oberen Stufen gelegt, damit mit die Kälte des Waschbetons, auf dem ich sitze, mich nicht zu schnell wieder nach drinnen treibt. Diese Gelegenheit hat mein Hund ebenfalls erkannt und sich neben mich auf die Ablage gelegt. Meine rechte Hand krault unaufhörlich sein dichtes Brustfell, während er seinen Kopf auf meinen rechten Oberschenkel gelegt hat und mit halb geschlossenen Augen die Frühlingswärme genießt. Seine Nase bewegt sich dabei immer wieder, denn er wittert allerlei Düfte, die mir verborgen bleiben.

Wie er genieße ich den Moment. Das Kraulen, seine Nähe und seine bedingungslose Zuneigung machen mich ruhig, und so kann ich mich voll auf meine Gedanken richten. Meine Nase bewegt sich nicht, ich suche nicht nach Gerüchen. Ich konzentriere mich mehr auf das, was in meinem Kopf und meinem Körper geschieht. Etwas links von mir liegen einige ziemlich dicke Äste, abgesägt während unserer Baumbeschneidungsaktion im letzten Herbst. Dieser Haufen toten Holzes hat eine tiefere Bedeutung für mich. Ich bin sehr froh, dass er so klein geworden ist, aber er ist noch da, ich werde im Sommer Teile davon im Feuerkorb verbrennen, vielleicht mit den Kindern Marshmallows in die Flammen halten, und gemütlich ums Feuer sitzend schwatzen und das Leben genießen. Trotzdem wird dieser Haufen immer bei mir sein, denn er ist der letzte Rest meines Scheiterhaufens. Viel kleiner, als noch vor ein paar Tagen, aber mit meinen jetzigen Werkzeugen nicht restlos auflösbar. Vielleicht ist das sogar gut, dass da noch etwas ist, denn letztlich wird mich von diesem Haufen immer etwas begleiten.

Heute ist Sonntag. Es ist auffallend ruhig, denn zusätzlich zum Wochenende hat sich das Corona-Virus SARS-CoV 2, in diesem Jahr die Ehre gegeben und hält die ganze Welt in Atem. In vielen Ländern gibt es sogar schon Ausgangssperren, hier bleibt es bisher bei der Aufforderung zur sozialen Distanz, mit dem Hintergedanken, auf diese Weise der extrem schnellen Ausbreitung des Virus Herr zu werden. Heute vor einer Woche bekam ich einen Anruf aus der Klinik, dass ich Montag und Dienstag nicht kommen dürfe, da man sich auch dort erst einmal die Neuigkeiten das Virus betreffend einstellen und auf entsprechende Richtlinien und Handlungsweisen einigen musste. Dieser Anruf hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Seit inzwischen gut elf Wochen fahre ich täglich in die Tagesklinik und lasse mich dort therapieren. Ich leide an wiederkehrenden (rezidivierenden) Depressionen, die mir schon Ewigkeiten immer wieder das Leben schwer machen. Am 28. Oktober hat mich dann die heftigste Episode tiefer Depression, die ich je erlebt habe überfallen. Verdammt zu schwärzester Traurigkeit, extremer Enttäuschung von mir selbst und völliger Antriebslosigkeit habe ich eine Mulde in mein Sofa gesessen und mir selbst dabei zugesehen, wie ich nicht mehr aus dem Loch, in das ich gefallen war, herauskam, so lange, bis ich zu müde vom Leben war, um auch nur noch den Versuch zu unternehmen. Anrufe bei Psychologen ergaben geregelt zwei bis zweieinhalb Jahre Wartezeit, ich war verloren, gescheitert, allein mit mir selbst, und von außen kam niemand mehr wirklich an mich ran. Mein Versagen war komplett.

Kurz vor meinem Zusammenbruch hatten wir noch die Bäume im Garten heruntergeschnitten. Es war eine ziemlich groß angelegte Aktion gewesen, denn wir hatten den Garten in den letzten Jahren ziemlich vernachlässigt, und so entstand in einer Ecke des Grundstücks ein enorm großer Haufen Grünschnitts der unterschiedlichsten Baumsorten und –größen. Ein Haufen, fast mannshoch und von beeindruckendem Durchmesser … ein klarer Fall für den Bauhof. Irgendwann würde ich mir einen Hänger leihen und ein paar Mal hin und her fahren, um den ganzen Rummel wegzubringen. Dann kam der Zusammenbruch, und alles anders als geplant.

Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und fuhr zu meinem Hausarzt, der nicht lange zögerte und mich gleich in die Psychiatrie einwies. Dort angekommen ergab sich nach reiflicher Überlegung, dass die Tagesklinik wohl das Beste für mich sei. Jeden Tag von acht bis vier Uhr nachmittags würde ich dort für etwa fünf bis neun Wochen therapiert, so dass ich wieder stabilisiert in mein normales Leben eingegliedert werden könnte, natürlich nicht, ohne weiterhin regelmäßig einen Psychologen zu konsultieren. Gesagt, getan. Seit Anfang Januar gehe ich also täglich in die Klinik, ich mache Fortschritte, aber ich brauchte sehr lange, bis das Erlernte anfing, auf fruchtbaren Boden zu fallen. Inzwischen werden jeden Freitag Patienten verabschiedet, die nach mir aufgenommen wurden, was bei mir zumindest anfangs für viel Frustration sorgte.

In der ganzen Zeit kam ich jeden Tag an diesem vermaledeiten Holzberg vorbei und begann ihn zu verfluchen. Ich war nicht in der Lage, ihn wegzuschaffen, ich kam in der Klinik für meine Ansprüche nicht schnell genug voran … ich scheiterte auf ganzer Linie, und so wurde der Haufen zu einem Symbol für mein Scheitern. Mein Scheiterhaufen, auf dem am Ende wohl meine verdammte Seele verbrennen würde. Der doppelte Scheiterhaufen …

Als ich vergangenen Sonntag die Nachricht erhielt, dass ich Montag und Dienstag nicht zur Therapie kommen dürfe, brach, wie schon gesagt, eine Welt zusammen. “Das darf doch nicht wahr sein”, dachte ich, “ich bin doch noch gar nicht stabil, ich werde wieder in mein Loch fallen”. Voller Ängste sprang ich am Montag ziemlich früh aus dem Bett und rannte nach meinem Morgenkaffe nach draußen und sah mir den verhassten Scheiterhaufen an. In mir stieg eine Mischung aus Wut und der Erinnerung an Erlerntes aus der Klinik hoch. Ich wollte diesem miesen, in seiner Bewegungslosigkeit schon fast höhnisch daliegenden Holzhaufen an den Kragen, während gleichzeitig in meinem Kopf der Gedanke aufflammte, dass man den Teufelskreis der Depression nur mit viel Arbeit und daraus resultierenden guten Erfahrungen durchbrechen kann. Ich erinnerte mich daran, dass in der Garage ein kleiner Häcksler steht und verdrängte die Angst, zu versagen. Wenige Minuten später hatte ich meine Gartenhandschuhe an, den Häcksler positioniert, und die Astschere dazu geholt, denn in dem Haufen steckten auch Äste, die ich sicher nicht durch das relativ klein dimensionierte Hobbygärtner-Gerät drücken konnte. Mit der Astschere begann ich das Grobe vom etwas Feineren zu trennen. Ich begann zu schwitzen, denn mein Körper ist vom vielen Herumsitzen inzwischen jeder Ausdauer beraubt, und die Kraft, die nötig ist, um mit der Schere dickere Zweige von Ästen zu trennen war bei mir genau genommen noch nie in übertriebenem Maße vorhanden. Doch ich ließ mich von den Schmerzen in Schultern, Armen und Rücken nicht aufhalten und schnitt und häckselte gute zwei Stunden lang, was das Zeug hielt, und siehe da, der Haufen begann zu schrumpfen. Irgendwann stoppte der Häcksler jedoch und tat keinen Mucks mehr. Frustriert und erschöpft brach ich meine Arbeit ab. Ohne das Gerät kam ich nicht weiter, und reparieren kann sowas ja doch nur ein Fachmann. Ich jedenfalls habe zwei linke Hände, so viel steht ja ‘mal fest.

Am nächsten Morgen kam der erlösende Anruf, dass die Therapie am Mittwoch weiterginge, und so stürzte ich mich mit neuer Energie erneut auf meine Aufgabe und erklärte meinem Scheiterhaufen nun endgültig den Krieg. Zunächst musste ich aber den Häcksler wieder ans Laufen kriegen. Dann geschah etwas merkwürdiges. Mit dem Gedanken, dass ich im Falle einer gescheiterten Reparatur immer noch den Fachmann beauftragen könnte, packte ich mir ein paar Inbusschlüssel und baute den Häcksler in Teilen auseinander, fand den halben Baum, der alles blockiert, entfernte ihn und war auch noch in der Lage, das Gerät korrekt wieder zusammenzubauen. Mein Hass auf meinen Scheiterhaufen war so groß geworden, dass ich über meine, ein Leben lang gültigen, Grenzen ging und ein elektrisches Werkzeug auseinandernahm. Es tat gut, mit der Abarbeitung des Haufens weitermachen zu können, aber wieder kam es anders als gedacht, denn je weiter ich von oben abtrug, je verzweigter wurde das Holzgeflecht und je dicker wurden die Äste. Ich erinnerte mich daran, dass ich an mir arbeiten musste, wenn ich die Depression überwinden wollte, und da mein Scheiterhaufen mir mein Leid symbolisierte, blieb ich am Ball und verausgabte mich völlig. Als ich nicht mehr konnte, ließ ich los, und verlegte den Rest der Arbeit auf das kommende Wochenende.

Mittwoch, Donnerstag und Freitag ging es mir recht gut. Ich hatte, und habe immer noch, große Angst davor, dass meine Therapie wegen des Virus abgebrochen werden könnte. Auf der anderen Seite begann ich den Zusammenhang zwischen meinem Scheiterhaufen und meiner Therapie immer mehr zu verstehen. Ich wusste einfach, wenn ich den Haufen so weit wie möglich weggearbeitet hatte, dann könnte ich das buchstäblich auf meine Arbeit an meiner Depression übertragen. Also machte ich mich am Samstag wieder an die Arbeit. Wieder ging ich bis an meine Grenzen und war fast fertig, ich musste eigentlich nur noch aufräumen, als mein Körper mir sagte, jetzt ist Schluss. – Wieder geschah etwas, was mir sonst kaum gelingt. Ich habe, statt aufzuhören, eine Pause gemacht. Ich habe nicht aufgegeben und verschoben, sondern mir im Angesicht der noch zu erledigenden Arbeit etwas Ruhe gegönnt, bis ich wieder konnte. Der Rest ging schnell. Als alles sauber war, und die restlichen Äste, diejenigen nämlich, welche nicht durch den Häcksler passten, sauber gestapelt genau dort lagen, wo vorher der riesige Haufen war, konnte ich mir das Resultat meiner Arbeit anschauen. Aus dem Scheiterhaufen ist ein Scheiterhäuflein geworden. Nicht, dass ich fertig bin, aber ich sehe jetzt einen geordneten, relativ kleinen Stapel ziemlich dicker Äste. Diese dicken Äste werden mich begleiten. Als Äste, als Abbild der Äste aus meinem persönlichen Scheiterhaufen und als Symbol für die Depressionen, die ein Teil von mir sind, und an denen ich ständig arbeiten muss. Die Arbeit an meinem Scheiterhaufen war schmerzhaft. Ich habe Muskelkater, die ungewohnte Anstrengung und die teils sehr unglücklichen Bewegungen während meiner Schlacht gegen den hölzernen Feind haben für ordentlich Rückenschmerzen gesorgt. Trotzdem war es eine gute Erfahrung, die ich eins zu eins mitnehme in meine Arbeit an meinen Dämonen.

Meine Dämonen, die Depressionen, sie sind irgendwie immer da, aber es liegt in meiner Hand, wie ich mit ihnen umgehe. Es liegt an mir, ob es mir glückt, meinen persönlichen Scheiterhaufen so zu bearbeiten, dass er nicht die Macht kriegt, mich wieder klein zu kriegen. Habe ich Zweifel? Ja, riesige Zweifel, und Angst, aber auch Hoffnung. Die dicken Äste, die da noch liegen, bekomme ich mit meinem Werkzeug nicht kaputt, aber ich habe Hilfe, der Stapel wird in den nächsten Wochen immer kleiner werden, und so ein kleiner Stapel Holz ist eigentlich gar nicht so schlimm … im Grunde riecht er sogar ganz gut …

Kurzgeschichte 2

12 thoughts on “Kurzgeschichte 2

  • März 22, 2020 um 4:13 pm
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    Danke dir für deine Offenheit. Ich erkenne vieles von dem du schreibst.

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    • März 22, 2020 um 5:32 pm
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      Liebe Els,

      vielen Dank für Deinen Kommenter. Die Depression ist ein Monster und viele leiden darunter.

      Herzliche Grüße

      Jens

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  • März 22, 2020 um 5:59 pm
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    Hallo Jens,
    ich gratuliere dir!
    Du hast viel geschafft…so viel, dass mir an vielen Stellen beim Lesen die Tränen gekommen sind…
    ja – warum egentlich, …frage ich mich selbst.
    Ich glaube, es ist ein Stückchen Neid dabei, weil mir der Kampf oft nicht gelingt.
    Neid auch, weil du dich so geöffnet hast und es sich bei dir so leicht anhört.
    Ich glaube aber, dass der größte Teil des Gefühls Berührtheit ist.
    Berührtheit darüber, dass du so offen schreibst…
    Berührtheit darüber , dass du so viel erreicht hast.
    Berührtheit aus Sorge, dass die Kraft nicht so lange hält wie ich es dir – und mir – wünsche.
    Berührtheit über die Symbolik des Holzhaufens.
    Berührtheit – ich glaube, einfach aus Empathie.
    Berührtheit aber auch, weil dir die Therapie hilft und ich dies noch nicht so oft erlebt oder gesehen habe. Ich frage mich, was du gelernt hast, das sich mir bisher nicht offenbart hat.
    Ich wünsche dir viel Kraft für alles, was dir wichtig ist…
    Kraft, die Kraft nicht zu verlieren und dich weiter zu öffnen.
    Liebe Grüße
    Karin

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    • März 22, 2020 um 6:23 pm
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      Hallo Karin,

      zunächst lieben Dank für Deinen Kommemtar. Es tut mir weh, zu hören, dass Du den gleichen Kamp kämpfst und das Gefühl hast, nicht weiter zu kommen. Das Monster Depression lauert in einem und wartet nur darauf, zuzuschlagen.
      Meine Zeit in der Klinik ist sehr, sehr schwer und anstrengend. Ich nehme zusätzlich zu den Therapiestunden Medikamente, die mir mehr Kontrolle ermöglichen.
      Ich kann den Besuch einer Tagesklinik nur empfehlen. Die Kompetenz und die Hingabe, mit der ich betreut werde ist enorm und tut mir gut.
      Ich werde in der Klinik nicht geheilt. Das geht leider nicht so schnell. In der Tagesklinik geht es darum, stabilisiert zu werden. Danach geht es noch lange weiter.
      Wenn ich Dich berührt habe, dann habe ich erreicht, was ich wollte. Menschen mit Depressionen zeigen, dass es Hoffnung gibt, aber auch Menschen ohne Depressionen zeigen, wie wir fühlen und denken.
      Im Moment habe ich den Vorteil eines sicheren Nestes in der Klinik. Bald werde ich entlassen, und dann hoffe ich, dass ich das Erlernte auch draußen hinkriege.

      Dir alles Gute!

      Herzliche Grüße

      Jens

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  • März 22, 2020 um 7:54 pm
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    Vielleicht erreichen wir auf diesem Weg, dass eine Vernetzung stattfindet…in welcher Form und wie intensiv auch immer…
    denn ich glaube, dass das Wissen über Gleichgesinnte und der Austausch eine hilfreiche Sache ist.
    Danke für den Anstoss und liebe Grüße aus Dortmund
    Karin

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    • März 23, 2020 um 3:54 pm
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      Liebe Karin,

      Vernetzung klingt gut …

      Herzliche Grüße,

      Jens

      Antworten
  • März 22, 2020 um 9:27 pm
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    Hallo Jens
    Ich finde es einen tollen und richtigen Schritt dass du dich öffnest und andere Menschen teilhaben lässt an deiner Geschichte. Ich wusste bis vor kurzem nichts. Obwohl wir doch einen ganz guten Draht zu einander haben. Das Thema Depression begleitet mich durch meine Tochter auch schon lange Zeit. Die traurige Geschichte aus dem letzten Jahr kennst du ja. Ich finde es übrigens auch erstaunlich dass ich so viele Menschen kenne bei denen sich das Thema Depression und Fotografie überschneidet. Mir kommt es vor als sei es allgegenwärtig.
    Bitte lasse es mich wissen wenn du so stabil bist das wir uns mal treffen können. Ich mach mich dann gleich auf die Reise zu dir. Es wird Zeit Jens.
    Bis dahin schreibe dir alles von der Seele.
    Dein Freund Ralf

    Antworten
    • März 23, 2020 um 3:57 pm
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      Lieber Ralf,

      Dich zu meinem Fteundeskreis zählen zu dürfen, ist toll, auch wenn wir es nicht so oft schaffen, uns zu sehen.
      Du bist sicher einer der Ersten, die ich sehen will, wenn ich stabil bin.

      Liebe Grüße

      Jens

      Antworten
  • März 23, 2020 um 6:44 am
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    Lieber Jens. In den Zeiten von Corona ist es nicht einfach, sich zu treffen. Ich hätte große Lust. Aber es wird auch Zeiten nach Corona geben.

    Ich habe meine Depression eher als Grauschleier erlebt, der von Anfang an da war. Es gab und gibt Momente und Phasen von Licht. In den letzten 15 Jahren war ich zweimal längere Zeit krank, insgesamt wohl 2-3 Jahre. Warum ich das erzähle? Meine Depression war nie weg, es war und ist und bleibt mein Weg. Ab und zu gehört therapeutische Begleitung dazu, wie jetzt auch.

    Ich freue mich an deinen Kurzgeschichten. Und auf die Zeit nach Corona.

    Liebe Grüße an aus Hamburg, Ernst Wilhelm

    Antworten
    • März 23, 2020 um 4:03 pm
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      Lieber Ernst Wilhelm,

      ja, die Depression wird immer iegendwie da sein, es geht darum, zu lernen, wie man sie kontrollieren kann.
      Es gibt mir viel, wenn ich Dich mit meinen Geschichten berühren kann. Ich habe vor, mehr zu schreiben, und wenn mein Geschreibsel neben mir vielleicht noch den ein oder anderen Betroffenen irgendwie Mut geben kann, und sei es nur durch die Erkenntnis, dass er/sie nicht alleine ist … das würde mich freuen.

      Irgendwann, irgendwo Ernst Wilhelm, laufen wir uns über den Weg.

      Herzliche Grüße

      Jens

      Antworten
  • März 24, 2020 um 9:59 am
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    Hallo Jens,
    ich bin erst gerade dazu gekommen, deine neue Geschichte vom Scheiterhaufen zu lesen. Vielen Dank für diese berührende Geschichte. Deine bildhafte Sprache ist einfach toll. Ich sehe förmlich alles vor mir beim Lesen.
    Ich wünsche Dir, dass Du bald Deine Depressionen zähmen kannst .
    Ich weiß, es ist ein langer schwerer Weg. Und gerade jetzt ist es noch schwerer durch diesen F***-Virus.
    Mach mehr was Dir Spaß macht. Du darfst das und Du darfst Dich auch darüber freuen.
    Mach Musik (das kannst Du ganz toll), schreibe und fotografiere.

    Bleib/werd gesund und ich hoffe wir sehen und bald wieder
    Ralf (aus der TK 43)

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    • März 24, 2020 um 4:06 pm
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      Hallo Ralf,

      vielen Dank für Deinen Kommentar und für Deine Komplimente. Irgendwann wird alles gut, und solange es im Durchschnitt bergauf geht …

      Danke auch für’s Abonnieren und natürlich dafür, dass ich Dich kennenlernen durfte.

      Herzliche Grüße

      Jens

      Antworten

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