Von Kompaktheit, von Ausstellungen, von Dankbarkeit und von glücklich machender Anerkennung …

Dem geneigten Leser ist nicht entgangen, dass ich ein großartiges Fotojahr 2018 hatte, angefangen mit der Möglichkeit, Texte für Soul of Street verfassen zu dürfen, über die Ernennung zum PxP-Fotografen, bis hin zur Photokina, auf der ich neben dem Magazin auch meine eigene Arbeit vorstellen durfte. Im Rahmen dieser Erfahrungen habe ich so viele großartige Menschen getroffen und von und mit ihnen gelernt. 2018 war für mich das, was jeder Kreative ab und zu braucht, nämlich ein Jahr der Anerkennung meiner Arbeit, denn auch wenn die Fotografie nicht mein Broterwerb ist, macht es mich, wie jeden anderen Menschen, glücklich, wenn ich gesehen werde. 2019 scheint es weiter bergauf zu gehen …

Erste Gehversuche mit der GRIII

Ein erster Höhepunkt wird die erste Streeteye-Ausstellung in Delft (Niederlande) sein, an der ich mit zwei Bildern teilnehmen darf. Streeteye ist eine kleine niederländische Streetfotografen-Gruppe auf Facebook, der anzugehören ich die Ehre habe. Hier gibt sich die Creme de la Creme der niederländischen Streetfotografie die Klinke in die Hand. Die Ausstellung wird im Haus Kinesis in Delft stattfinden, 30 Fotografen werden jeweils zwei Bilder ausstellen.

Ein ganz besonderer Höhepunkt wird für mich wohl die Zusammenarbeit mit Ricoh werden. Wer sich hierher verirrt, der weiß im Grunde, dass ich den allergrößten Teil meiner Bilder mit der Ricoh GRII mache. Dieses kleine Wunderding, mit dem so viele Streetfotografen arbeiten, brauche ich wohl kaum mehr vorzustellen, allerdings gibt es seit September Neuigkeiten aus dem Hause Ricoh. Die GRIII wurde auf der Photokina in Köln angekündigt und ist vor ein paar Tagen endlich vorgestellt worden. In wenigen Wochen wird dann sie auf dem Markt erhältlich sein. Ich habe die Ehre und das Glück, vorab einen Blick auf das gute Stück werfen und ein paar Bilder machen zu können. Beim 40. Photowalk Cologne von Soul of Street in – Achtung – Düsseldorf habe ich die GRIII benutzt. Leider hatte ich nur einen Akku zur Verfügung, so dass ich mich gar nicht erst viel mit dem Menu beschäftigt habe. Stattdessen habe ich ganz einfach fotografiert.

Beim ersten Testlauf kein Pumpen des AF im U-Bahnhof.

Was soll ich sagen, einerseits hat man eine wesentliche Weiterentwicklung der GRII in der Hand, andererseits hat man bei Ricoh darauf verzichtet, der kleinen Kompaktkamera ein völlig neues Äußeres zu verpassen. Ich kann nicht auf alle Neuerungen eingehen, da ich einfach zu wenig Zeit hatte, aber ein paar Dinge, die mir extrem positiv aufgefallen sind, kann ich jetzt schon benennen. Die Kamera ist extrem schnell hochgefahren. Einschalten und das erste Bild machen geschieht fast in einer Bewegung. Der Autofokus ist im Vergleich zur Vorgängerin wesentlich treffsicherer. Selbst in der U-Bahn, wo die GRII ab und an doch mit leichten Problemen zu kämpfen hat und zu pumpen beginnt, funktionierte der AF der GRIII wesentlich besser, um ehrlich zu sein, habe ich kein einziges Mal Probleme gehabt. Zum Thema Autofokus passt natürlich die Gesichtserkennung, die extrem schnell reagiert, was mir sehr gefällt.

Das Design hat sich nicht wirklich verändert. Die GRIII ist noch etwas kleiner als die GRII, ist aber optisch auf den ersten Blick kaum von ihr zu unterscheiden, zumindest von vorne nicht. Auf der Rückseite gibt es einen größeren (Touch-)Screen, der dann doch auffällt. Sie liegt, genau wie das Vorgängermodell sehr gut in der Hand und ist komplett einhändig zu bedienen. Wer die GRII nie benutzt hat, der wird sich sicherlich etwas an die kleinen Bedienelemente gewöhnen müssen, aber das geht recht schnell, ich habe auch nicht gerade kleine Hände. Ein bisschen Retro sieht sie aus, die Kleine, und das finde ich sehr gelungen.

Freude am Probieren.

Total genial finde ich, dass die RAW-Dateien im DNG-Format gespeichert werden. Obwohl die Kamera noch nicht offiziell auf dem Markt ist, konnte ich meine Bilder zuhause ganz einfach in Lightroom einlesen und wie gewohnt bearbeiten. Auch das stellt sicherlich einen Mehrwert dar – und noch etwas ist mir aufgefallen, und ich weiß nicht, ob ich das so toll finden soll. Ich fotografiere bekanntlich fast ausschließlich in Schwarz/Weiß, aber die Farbwiedergabe der GRIII ist so genial, dass ich in Versuchung geraten könnte, von dieser Gewohnheit ab und zu abzuweichen.

Die Farben sind der Knaller.

Ich freue mich wie Bolle darauf, bald mit mehr Zeit die GRIII auf Herz und Nieren zu prüfen. Mein erster Eindruck ist jedenfalls ausgesprochen positiv. Was ich bisher gesehen habe, deutet an, dass die GRIII eine konsequente Weiterentwicklung der GRII ist. Ich bin mir jetzt schon sicher, dass sie die Herzen vieler Streetfotografen erobern wird, wobei so eine kleine, geniale Kompaktkamera auch andere Fotografen begeistern sollte.

Macht halt Spaß.

So viel zu meinem ersten, viel zu kurzen Walk mit der GRIII. Ich bin dankbar, dass meine Fotografien diese Anerkennung finden, und dass ich dieses Privileg habe, vorab schon eine Kamera ausprobieren zu dürfen, auf die so viele Fotografen warten. Mir scheint, dass auch 2019 ein gutes Fotojahr für den Geier wird …

Der Strassengeier

GRIII

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